Oberputz

von Daniel Jertz
08.05.2026 | 11:08

Lesezeit: 1 Minute

Was ist Oberputz?

Oberputz ist die letzte, sichtbare Putzlage und bestimmt Optik, Struktur und Witterungsverhalten des fertigen Putzaufbaus.

Er wird klassisch als Reibe-, Kratz-, Scheiben- oder Filzputz ausgeführt und ist die einzige Putzschicht, die der Bewohner oder Passant tatsächlich sieht. Seine Oberflächenstruktur bestimmt den Charakter eines ganzen Hauses.

Technik und Material

Schichtdicken richten sich nach Korngröße und liegen meist beim 1,5- bis 2-fachen Größtkorn (3 mm Korn → 4,5 bis 6 mm Schichtdicke). Bindemittel mineralisch (Kalk, Zement, Silikat) oder organisch (Kunstharzdispersion, Silikonharz). Korngrößen 0,5 bis 5 mm.

Anwendung in der Praxis

Verarbeitung in einem Arbeitsgang ohne Ansatz — mehrere Verputzer arbeiten dabei nass-in-nass, um sichtbare Übergänge zu vermeiden. Oberputzauftrag erfolgt frühestens nach vollständiger Trocknung des Unterputzes, in der Regel nach einem Tag pro Millimeter Schichtdicke.

Mehr zum Thema: Themenseite Wandgestaltung auf COLORIAMO.