Oberflächenspannung

von Daniel Jertz
08.05.2026 | 11:08

Lesezeit: 2 Minuten

Was ist Oberflächenspannung?

Die Oberflächenspannung ist die Kraft, mit der eine Flüssigkeit ihre Oberfläche möglichst klein hält und entscheidet darüber, ob ein Anstrich den Untergrund vollständig benetzt oder abperlt.

Sie ist eine der zentralen physikalischen Größen für jeden Maleranstrich, denn ohne saubere Benetzung trocknet die Farbe ungleichmäßig auf und bildet keinen geschlossenen Film. Wässrige Farben haben eine deutlich höhere Oberflächenspannung als lösemittelhaltige.

Technik und Material

Auf fettigen oder schlecht vorbereiteten Untergründen perlt wasserbasierte Farbe sichtbar ab, weil die Oberflächenspannung des Wassers (72 mN/m) höher ist als die freie Energie des Untergrunds. Tenside und Netzmittel im Lackrezept reduzieren die Spannung auf 28 bis 35 mN/m und verbessern Benetzung sowie Verlauf.

Anwendung in der Praxis

Vor jedem Anstrich wird der Untergrund entfettet (Silikonentferner, Spiritus). Tropft Wasser auf der Oberfläche zu Perlen statt zu spreiten, ist die Spannung zu hoch — ein Haftgrund oder eine gründliche Reinigung sind dann Pflicht.

Mehr zum Thema: Themenseite Wandgestaltung auf COLORIAMO.