Feuchtigkeitsregulierender Putz

von Daniel Jertz
08.05.2026 | 11:10

Lesezeit: 1 Minute

Was ist ein feuchtigkeitsregulierender Putz?

Ein feuchtigkeitsregulierender Putz ist ein diffusionsoffener Putz mit hoher Feuchtepufferkapazität. Er nimmt Wasserdampf aus der Raumluft auf und gibt ihn verzögert wieder ab. Klassische Vertreter sind Lehmputz und Kalkputz.

Er glättet Feuchtespitzen im Raum und verhindert dadurch Schimmel an kühlen Wandstellen und Kondenswasserbildung an Fenstern.

Technik und Material

Die Pufferkapazität wird in g/m² nach EN ISO 24353 gemessen. Lehmputz erreicht 60 bis 120 g/m², Kalkputz 30 bis 60 g/m², Gipsputz 10 bis 30 g/m², Standardputz mit Dispersionsanstrich unter 10 g/m². Wichtig ist, dass der Anstrich ebenfalls diffusionsoffen ist – sonst wird die Pufferwirkung blockiert.

Anwendung in der Praxis

Klassisch in Schlafzimmern, Wohnzimmern und Bädern (außerhalb der direkten Spritzwasserzone). Ein 8-mm-Lehmputz puffert in einem 15-m²-Schlafzimmer das Schwitzwasser einer ganzen Nacht – ohne Lüftung.

Mehr zum Thema: Themenseite Wandgestaltung auf COLORIAMO.