Farbecht
Was bedeutet farbecht?
Farbecht bedeutet, dass eine Oberfläche ihren Farbton behält — auch nach Jahren unter Tageslicht, Wärme und regelmäßiger Reinigung. Sie bleicht nicht aus, vergilbt nicht und kreidet nicht ab.
Farbecht ist kein Werbewort, sondern eine Eigenschaft der Pigmente und der Frage, wo die Farbe sitzt: als dünner Anstrich obenauf oder als Pigment im Material selbst. Zwei Begriffe werden dabei gern verwechselt — lichtecht meint die Beständigkeit gegen UV-Strahlung, farbecht die Farbtonstabilität insgesamt, also auch gegenüber Wärme, Alkalität und Reinigungsmitteln.
Technik und Material
Über die Farbechtheit entscheidet zuerst das Pigment: Anorganische Pigmente wie Eisenoxide und Erdpigmente sind sehr lichtecht und alterungsstabil, organische Pigmente sind brillanter, einzelne davon aber UV-empfindlich. Zweitens entscheidet die Bauart der Schicht. Ein Anstrich trägt das Pigment in einer dünnen Bindemittelschicht über dem Untergrund — geht sie ab, geht der Farbton mit. Eine gespachtelte, durchpigmentierte Schicht trägt die Farbe im Material, ein Kratzer legt dort keinen fremden Ton frei. Mineralische Systeme binden zusätzlich mit dem Untergrund und gelten deshalb als besonders alterungsstabil (siehe Mineralfarbe).
Anwendung in der Praxis
COLORIAMO Fugenlos Rustico und Fugenlos Fino werden verarbeitungsfertig angemischt geliefert — die Pigmente stecken im Spachtelmaterial, nicht in einem Anstrich darüber. Das Datenblatt weist für Fino lichtechte Pigmente und UV-Beständigkeit aus und für Rustico eine hohe Lichtechtheit durch hochwertige Pigmente; eine genormte Lichtechtheits-Kennzahl nennt es nicht. Willst du es selbst sehen: Stelle eine Musterplatte halb abgedeckt für einige Wochen ans Südfenster und vergleiche danach die beiden Hälften. Das ist der ehrlichste Test, den du zu Hause machen kannst.
Mehr zum Thema: Themenseite Mikrozement auf COLORIAMO.